Solvay Nadine Keßler

Solvay

Ich habe in Bonn bis 2003 Ethnologie, Zoologie und vergleichende Religionswissenschaften studiert und ab 2003 Agrarwissenschaften und Umweltmanagement in Gießen. Diese Studiengänge habe ich 2010 abgeschlossen, mit dem Schwerpunkt Tierhaltung und Tierzucht und ihre Auswirkungen auf die Umwelt. Während meines Studiums habe ich schon angefangen bei umliegenden Landwirten zu arbeiten, dieses habe ich nach meinem Studium auch weiter betrieben, mit vertiefenden arbeiten um den Umweltschutz und Naturschutz.

Neben meiner Familie haben wir eine Selbstversorgung aufgebaut und mit der Schafhaltung angefangen. Durch unser Familienleben haben wir festgestellt, wie wichtig es ist, Kindern ihre Umwelt, ob Tier oder Pflanze, „begreiflich“ zu machen. Um dieses zu ermöglichen habe ich dann 2018 angefangen einen Selbständigkeit aufzubauen. Dieses erst einmal Landwirtschaftlich mit allen bürokratischen Hürden und dann erweitert durch die Pädagogikarbeit. Uns findet man daher beim „Bauernhof als Klassenzimmer (BaK)“, erweitert durch weitere Fortbildungen mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klima, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (iKSP), Kompetenzzentrum Hessen Rohstoffe e.V. (HeRo), der Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof e.V. (BAG LoB) und dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) und kooperiere mit der Unteren Naturschutz Behörde Marburg-Biedenkopf (UNB).

Zwischenzeitlich habe ich mein Hobby mit meinem Betrieb verknüpft und lasse die Entwicklungsgeschichte der Menschheit und ihre Entwicklung der Tierhaltung mit in meine Arbeit einfließen und stelle dieses Wissen und diese Erfahrungen auch auch im Freilichtmuseum „Zeiteninsel“-Argenstein mit zur Verfügung.

Zoey

Zoey wurde 2015 in Lohra geboren und ist seit 2018 in unserem Betrieb.

Sie ist nicht nur ein sehr schönes Ostfriesisches Milchschaf, sondern sie hat sprichwörtlich die absolute Ruhe weg. Sie liebt es gestreichelt zu werden und im Mittelpunkt zu stehen, auf den Namen zu hören, hat ihr immer nur Vorteile verschafft. Sie liebt Kinder heiß und innig, sie geht mit ihnen nicht nur gerne spazieren, sondern lässt sich auch gerne „begreifen“.

Bei Veranstaltungen mit Jüngeren, ist sie immer mit dabei, denn sie bleibt auch bei „Weideregel“- Verstößen ruhig.

Selber Lämmer großzuziehen ist nicht ihre Stärke, daher hat sie nicht immer Lämmer an ihrer Seite, sie ist aber gerne Amme, auch wenn sie auch keine Milch hat. Daher ist sie meist mit den Flaschenlämmern und Jungtieren unterwegs und im Herdenverband recht Selbständig.

Willbritt

Willbritt, die Erhabene, wurde am 28.07.2018 bei uns geboren. Ihre Mutter ist Rhena, welche damals tragend zu uns kam, ihr Vater ist ein Dorber. So Erhaben sie auch über die Weide schreiten kann, so ist sie doch leider nie vollständig zutraulich geworden. Mit uns schmust sie gerne, aber jede Bewegung lässt sie schreckhaft zurückschrecken. Sie ist ein typisches Schaf.

Als Dorbermix wirft sie ihre Wolle teilweise in Frühsommer ab, das heißt sie wird nur stellenweise nach-geschoren. Um die verschieden Wollarten zu fühlen ist ihre doch recht verfilzte, kurze Wolle sehr gut als Anschauungsmaterial geeignet, sonst leider nicht.

A-Vicka

Unsere schwarz-braune Krainer Steinschafdame ist am 12.01.2019 geboren und baut mit ihrer Tochter unsere Krainer Steinschaft Herdbuchzucht auf. Sie ist als Tochter von Caspar in Seelbach geboren und hat daher auch ihren Namen; vom Bach kommend.

Der vorgestellte Buchstabe „A“ kommt durch die Herdbuchzucht zustande, dort müssen alle weiblichen Nachkommen einer Linie mit dem gleichen Buchstaben anfangen, in ihrem Fall ein „A“, A-Linie. Uns ist aber ein Namen wichtig, der zu dem Tier passt, leider haben die nicht immer den gewünschten Anfangsbuchstaben, dadurch das vorgestellt A.

Durch ihre sehr schöne weiße Maske hat sie immer einen verschlagenen Blick drauf, sie ist aber friedlich. Wenn es drauf ankommt, macht sie auch problemlos mit. Wenn man es aber nicht wirklich Ernst meint, oder nicht ganz bei der Sache ist, dann hat sie immer einen Plan auf Lager und reagiert schnell, zu ihrem Vorteil.

Leckereien nimmt sie gerne, aber noch nicht von jedem. Sie ist glücklich im Herdenverband zu leben, stolziert Krainer-like über die ganze Weide, aber Menschen braucht sie nicht.

Wir lassen ihr den Freiraum; neugierig an die Menschengruppen herankommen, eine Runde stolzieren, so werdet ihr sie kennenlernen.

Bei uns holt sie sich ihre Aufmerksamkeiten zielsicher ab.

Schnecki

Am 24.02.2013 ist Schnecki als Sohn von Ludwig und Elfi gebohren und hat seinen Namen in jungen Jahren vom Sohn der Züchterin bekommen. Er ist mehrfacher Vater von Herbuchgeführten Krainer Steinschafen und ist trotz seines Alters ein richtiges „Schneckchen“. Selbst in der Deckzeit wird jung und alt geschmust, doch wehe es kommt ein Hund zu nahe an seine Mädels, da kennt er keinen Spaß mehr. Siiri hat da immer wieder schwer Überzeugungsarbeit zu leisten.

Auch dieses Jahr hat er die Krainerdamen meines Betriebes gedeckt und auch ein paar Milchschafe und Milchschafmixe, aber auch auf anderen Betrieben hat er seinen Dienst erfolgreich gemacht.

Mit ihm hat man die Möglichkeit, sehr anschaulich zu begreifen, wie unterschiedlich alleine die Wolle zwischen weiblichen und männlichen Krainern ist und auch wie ein „betöhrender“ Bockgruch in der Luft liegt, auf den die Mädels voll stehen. Er ist zum Glück ein schwacher Vertreter seiner Gattung.

Im Herdenverband ist er friedlich und ein Fels in der Brandung, die Jungböcke erzieht er mir stoischer Ruhe.

Wir freuen uns auf die ersten Lämmer von ihm auf unseren Weiden.

Rhena

Rhena ist als Ostfrisisches- Milchschaf, am 07.03.2016, als Tochter der „Uffgerechten“ in Weipoltshausen geboren und ist daher die große Schwester von Olivia.

Sie hat sich zu einem großrahmigen Schaf entwickelt und hat ihre anfängliche Scheu über die letzten Jahre abgebaut und möchte nun nicht nur gerne von Menschen gekuschelt werden, sondern sucht auch die Nähe zu den Kleinsten. Daher bilden wir sie gerade weiter aus, das wir sie auch mit in die Kindergärten nehmen können.

Rhena ist die heidnische Göttin des Mondes und der Fruchtbarkeit. Diesen Namen hat sie nicht nur, weil sie Nachts auch so strahlt wie der Vollmond, sondern auch da sie sehr fruchtbar ist. Mit einem Jahr hat sie schon Zwillinge großgezogen, und 6 Monate später (Trächtigkeit sind ca. 5 Monate) uns nochmal ein Lamm geschenkt, Willbritt.

Diesen Herbst haben wir sie von unserem Kreiner Steinschafbock „Schnecki“ decken lassen und freuen uns im Frühjahr sie mit ihren Lämmern auf Veransstaltungen mitnehmen zu können.

Olivia

Als Tochter von zwei sehr großrahmigen Ostfrisischen Milchschafen, Mutter ist die „Uffgerechte“ und dem Vater „Janus“, ist sie im Mai 2019 im Lahn-Dill-Kreis geboren und schon als 7 Monate altes Lamm zu uns gekommen.

Ob sie auch so groß wird, wie ihre Eltern, oder ihre Halbschwester „Rhena“ ist abzuwarten.

Mit ihren schwarzen Augenringen, bei denen man denken kann, das sie eine Brille trägt, macht sie auf jeden Fall unverwechselbar in der Herde.

Als eher ruhige und vorsichtige, drängt sie sie sich nicht in den Vordergrund. Neue Situationen begegnet sie ersteinmal mit Skepsis. Vertrauen gefasst, dann kommt sie und fordert ihre Kuscheleinheiten ein, wenn nicht gerade ein anderer sich vorschiebt.

Im Herdenverband geht sie Konflikten aus dem Weg und beschwichtig durch ihre Ruhe, daher auch ihr Namen, die Friedliche.

Im Herbst 2020 ist sie das erste mal auf einen Bock getroffen, den „Franz“ ein Coburger Fuchsschaf. Daher freuen wir uns sie im Frühjahr 2021 begleiten zu können, wie sie das erste mal Mutter wird.

Mary

Mary kam von einem anderen Schäfer zu uns, da sie als Ostfriesisches Milchschaft auch sehr fruchtbar ist. Leider möchte sie nur bis zwei zählen und nimmt weitere Lämmer nicht mehr an. Überzeugt hat sie uns durch ihr aufgewecktes und forsches Gemüt und ihre hohe Milchleistung, bei der Aufzucht ihrer Lämmer, stehen wir dann unterstützend zur Seite.

Ihren, für uns ausgefallenen Namen, trägt sie sie mit gutem Recht, ihr Gemüt und ihre schwarzen Schönheitsflecke unterstreichen das.

Malmira

Malmira als dunkelhäutiges, edles und willenstarkes Mischlingsschaf, aus Ostfriesischem Milchschaf und einem bischen Bergschaf, macht ihrem Namen volle Ehre.

Sie kam als Lamm zu uns, von einem ansässigen Schäfer. Aus dem ersten schwarzen Schaf unserer Herde, hat sie sich schnell zur gewissenhaften Herdenführung gemausert. Menschenansammlungen sind nicht ihres, aber sie beobachtet es mit gelassener Miene. Hat sie einmal eine Freundschaft zu einem Menschen geschlossen, dann hält dieses ewig.

Inzwischen laufen ihre zwei Töchter; Ambeeth und Willbeeth mit in der Herde.

Liana

Liana ist am 29.02.2016 bei uns geboren, als Mischlingsschaf. Der Vater ist „Franz“, ein Coburger Fuchsbock und der Mutter „Lynn“ ein Ostfriesisches Milchschaf. Als einzigstes Flaschenlamm aus dem Jahr, ist sie sehr eng bei uns aufgewachsen, hat unsere Kinder unter anderem, beim Gang zum Schulbus begleitet und war viel mit uns unterwegs.

Leider hat sie dadurch dann sehr lange gebraucht in der Herde anzukommen. Ihre Individualität hat sie sich behalten und so manches mal bin ich immer wieder erstaunt, wie unabhängig sie vom geschehen der Herde neue Sachen sich einfällen lässt. Diese Kreativität wir in der Herde sehr geschätzt.

Ihr Name bedeutet, die Helle, da sie mit dem typischen goldenen Fließ eines Coburgers geboren wurde, aber von Anfang an sehr hell war, gegenüber ihren Geschwistern. Auch heute hat sie das Aussehen von einem Corburger Fuchsschaf, aber die Fruchtbarkeit und Milchleistung eines Milchschafes. Auch die Qualität der langen und dicken Wolle ist ein Traum.